Gesetzesnovelle: Belegerteilungspflicht und Registrierkassenpflicht

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    Belegerteilungspflicht und Registrierkassenpflicht
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    Mit 1. Jänner 2016 ist die Belegerteilungspflicht in Kraft getreten. Konsumenten sind ab sofort verpflichtet, Rechnungsbelege ihrer Einkäufe in Geschäften entgegenzunehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten beziehungsweise Betriebsstätte für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitzunehmen. Der Kunde hat zunächst keine Strafen zu befürchten, kann aber ebenfalls durch die Kontrollorgane des Finanzamtes kontrolliert werden.

    Registrierkassenpflicht in Unternehmen

    Sämtliche Unternehmer, egal ob Einzelunternehmen, Landwirte, Freiberufler und dergleichen, welche einen Nettojahresumsatz höher als als 15.000 Euro erwirtschaften und die Barumsätze davon mehr als 7.500 Euro betragen, haben sich ausnahmslos an die Gesetzesnovelle vom 1. Jänner 2016 zu halten. Vorsicht: Als Barumsätze zählen neben Bargeldzahlungen auch Bankomatzahlungen, Gutscheine, sowie elektronische Zahlungen wie Quick und Mobile Payment. Ausgenommen sind hiervon Zahlungen mittels Überweisung (Erlagschein, E-Banking).

    Neben der Registrierkassenpflicht und der Einzelausweisung sämtlicher Umsätze ist seit Angang des Jahres für Unternehmen auch die Belegerteilungspflicht in Kraft getreten. Da es keine Untergrenze gibt, muss dem Kunden bei jedem Barumsatz ein Beleg ausgehändigt werden. Gleichzeitig hat der Verkäufer den Kunden darüber zu informieren, dass dieser den Rechnungsbeleg bis außerhalb der Betriebsstätte beziehungsweise Geschäftsräumlichkeiten mitzunehmen hat.

    Die Nichterteilung (Aushändigung) eines Zahlungsbeleges durch das Unternehmen stellt eine Finanzordnungswidrigkeit dar und wird mit einer Strafe von bis zu 5.000 Euro geahndet.