RATGEBER: WAS TUN BEI EINEM VERKEHRSUNFALL?

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    Verkehrsunfall – Niemand möchte in eine solche Situation kommen und dennoch passiert es tagtäglich in ganz Österreich. Hier laut HELP.gv.at ein paar Dinge auf die sie achten sollten: Kommt es zu einem Verkehrsunfall, haben Unfallbeteiligte sofort anzuhalten und die nächste Polizeidienststelle zu verständigen. Die Unfallstelle ist entsprechend abzusichern und die Unfallbeteiligten haben an der Feststellung des Unfallhergangs mitzuwirken.

    Ist bei einem Verkehrsunfall nur Sachschaden entstanden, darf die Verständigung der Polizei unterbleiben, wenn die Unfallbeteiligten einander Name und Anschrift nachweisen können. Wird die Polizei verständigt obwohl kein Personenschaden vorliegt, hat jene Person, welche die Anforderung durchführt, eine so genannte „Blaulichtsteuer“ zu bezahlen.

    Was bedeutet Blaulichtsteuer?

    Sinnverwandter Begriff: Unfallmeldegebühr

    Eine Unfallmeldegebühr oder „Blaulichtsteuer“ muss bezahlt werden, wenn die Polizei zu einem Verkehrsunfall mit bloßem Sachschaden gerufen wird, bei dem der Datenaustausch (Name und Anschrift) unter den Unfallbeteiligten möglich gewesen wäre. Darüber hinaus fällt die Unfallmeldegebühr unter anderem auch an, wenn ein Unfallbeteiligter, der die Polizei nicht gerufen hat, eine Ausfertigung des Polizeiprotokolls verlangt.

    Die Gebühr ist im Gesetz pauschal mit 36 Euro festgesetzt.

    Liegt das Verschulden bei dem Unfallgegner, muss dessen Haftpflichtversicherung die Unfallmeldegebühr begleichen. Bei einer Teilschuld werden die Kosten entsprechend geteilt.

    Bei Personenschaden muss unverzüglich Erste Hilfe geleistet oder Hilfe geholt werden.

    HINWEIS: Wer als Lenker eines Fahrzeugs als Unfallbeteiligter nicht anhält, nicht Hilfe leistet oder Hilfe herbeiholt, oder nicht die nächste Polizeiinspektion verständigt, begeht eine Verwaltungsübertretung. Bei Fahrerflucht kann z.B. je nach Schwere der Schuld eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von € 36,- bis € 2.180,- verhängt werden.

    Bei Unfällen mit Personenschaden kann neben einem Verstoß gegen Verwaltungsrecht auch ein gerichtlich strafbarer Verstoß vorliegen. Wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind, kann in diesem Fall auch eine Strafanzeige wegen „Im Stich lassen eines Verletzten“ oder fahrlässiger Tötung erstattet werden. Leisten Zeugen oder Personen, die die Folgen eines Unfalls wahrnehmen, nicht die ihnen zumutbare Hilfe, können sie unter Umständen wegen Unterlassung der Hilfeleistung belangt werden.

    Der Unfallbeteiligte sollte darauf achten, dass wesentliche Umstände, wie Verletzungen, Bremsspuren, die Unfallposition der Fahrzeuge sowie Namen und Adressen von Zeugen festgehalten werden.

    Ratsam ist, an Ort und Stelle den Europäischen Unfallbericht auszufüllen und von den Beteiligten unterschreiben zu lassen.