Der bewirtschaftete Wald leistet einen größeren Beitrag zum Klimaschutz

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    Zur Feier des Waldes – Am 21. März wird der Internationale Tag des Waldes begangen. Ein guter Anlass, um darauf hinzuweisen, dass etwa 80 Prozent der österreichischen Wälder von privaten Waldbesitzern, mehrheitlich Familienbetrieben, bewirtschaftet werden. Generationenübergreifendes Denken und nachhaltige Bewirtschaftung zeichnen sie aus.

    Ein bewirtschafteter Wald ist besser für den Klimaschutz!

    Jeder einzelne Baum entzieht beim Wachstum Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre und wandelt es mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser in kohlenstoffhältige Substanzen um. Der Kohlenstoff dient dem organischen Aufbau des Baumes und ist somit im Holz gespeichert. Die einzigen „Abfallprodukte“ bei der Produktion von Holz sind Sauerstoff und Wasserdampf, die wieder an die Umgebung abgegeben werden.

    Was bedeuten CO2-Emissionen?

    Allgemein ist anerkannt, dass es durch CO2-Emissionen einen Einfluss auf das Klima gibt, der hauptverantwortlich für die globale Erwärmung ist. Die Folgen der globalen Erwärmung sollen durch Klimaschutz gemindert werden. Die CO2-Emissionen sind nur ein Indikator bei den Treibhausgasen. Für einen vollständigen Überblick wie das Klima beeinflusst wird, sind auch weitere Gase wie Methan und Stickoxide von Bedeutung.

    (Quelle: Wikipedia)

    Durch die Verjüngung des Waldes kann mehr CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden!

    Der Wald bindet durch das Wachstum der Pflanzen laufend große Mengen des Treibhausgases CO2, er hat aber nur ein begrenztes CO2-Speichervermögen. Das maximale Speichervermögen ist dabei durch die vorhandene Waldgesellschaft mit den jeweils vorkommenden Baumarten beschränkt. Ein Fichtenwald mit z.B. rund 1.000 Festmeter Altholzvorrat kann so rund 1.000 Tonnen CO2 speichern.

    Im Jahr 2016 setzte die Menschheit jährlich ca. 35 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) frei.

    Das gespeicherte CO2 wird bei Verrottung, recyceln oder verbrennen wieder freigesetzt!

    Würde dieser Wald nicht weiter bewirtschaftet werden, würde der Bestand irgendwann natürlich zusammenbrechen und verrotten. Dabei wird das gespeicherte CO2 wieder in die Atmosphäre freigesetzt, die natürliche Verjüngung würde nach einigen Jahren wieder beginnen und erneut CO2 speichern. Durch eine nachhaltige Nutzung und Verwendung des geernteten Holzes bleibt das CO2 in den daraus entstehenden Produkten wie z.B. Bauholz so lange gespeichert, bis das Produkt als Altholz recycelt oder verbrannt wird. Gleichzeitig wird das Speichervermögen des Waldes genutzt, um im nachwachsenden Holz wieder CO2 zu binden. Dieser immerwährende Kreislauf ist so genial wie einfach. Darüber hinaus steigert sich dieser Effekt dadurch, dass energie- und CO2-intensive Materialien wie Stahl, Beton oder Ziegel sowie fossile Energieträger durch Holz ersetzt werden. Für den Wald ergibt sich daraus die Möglichkeit, einen wesentlichen Beitrag zu einer CO2-armen Wirtschaft zu leisten.

    Dass mit verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und gezielter Holzverwendung große Potentiale für den Klimaschutz verbunden sind, ist im öffentlichen Bewusstsein noch zu wenig verankert und findet in den Programmen und Aktionen zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz noch nicht die entsprechende Berücksichtigung.

    Holznutzung ist Bestvariante

    Der Naturzustand wird gerne als die ökologische Bestvariante betrachtet. Dem ist aber nicht so, denn nur bewirtschaftete Wälder sind die Grundlage, um überhaupt Holz verwenden zu können. Eine nachhaltige Bewirtschaftung sorgt auch dafür, dass der Wald in Summe mehr CO2 bindet, als wenn er sich selbst überlassen bleiben würde. Nur die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder und die verstärkte Holzverwendung stellen auch in Zukunft sicher, dass der Wald weiterhin diesen großen Beitrag zum Klimaschutz leistet.